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  +++Das Jubiläumsjahr in Wort & Bild++++++Das Jubiläumsjahr in Wort & Bild+++Das Jubiläumsjahr in Wort & Bild+++ 

 


    Furioses Jubiläumsjahr bleibt noch lange in Erinnerung - und der Steigerturm gilt als Symbol

Mit einem publikumsintensiven Jahresprogramm feierte der Löschzug Rüthen 2011 sein Jubiläum - am 8. Dezember 1911 war die Freiwillige Feuerwehr der Bergstadt von Bürgermeister Thiele begründet worden. Während andere Gemeinden rings herum schon längst auf diese Weise organisiert waren, hatte das bürgerliche Löschwesen noch bis dahin nach bestem Bürgersinn reibungslos funktioniert - Hilfe wurde geleistet, wo Hilfe nötig war. Und auch in den zurückliegenden fast 100 Jahren wurde das Prinzip der freiwilligen, ehrenamtlichen Tätigkeit zur Prämisse des täglichen Handels. Der Löschzug Rüthen gilt heute, 100 Jahre später, als verlässlicher Partner der Bürger - in allen Lebenslagen. Retten, löschen, bergen schützen - dieses Motto gilt unverändert. Und davon konnten sich die Menschen im Verlauf des Jahres 2011 überzogen. Nie zuvor hatte der Löschzug Rüthen ein solch breites Feuerwerk von spektakulären und ebenso beeindruckenden Veranstaltungen präsentiert - das Jahr 2011 stand in der Bergstadt zweifellos ganz im Zeichen der Feuerwehr!Neben den zahlreichen Veranstaltungen wurde aber auch ein Meilenstein besonderer Güte gesetzt. Mit dem historischen Steigerturm errichtete der Löschzug Rüthen nach mehrwöchiger intensiver Arbeit einen historischen Steigerturm - historische Unterlagen im Stadtarchiv und das handwerkliche Engagement der freiwilligen Einsatzkräfte hatten das mächtige Bauwerk, das für jeden am Gartenweg sichtbar ist, entstehen lassen.


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  Heimatstube mit Ausstellung zur Geschichte prägte 2011 

     Exponate aus der 100jährigen Feuerwehrgeschichte gezeigt

Der Blick zurück auf 100 Jahre Rüthener Feuerwehrgeschichte – in der Museumsstube am Hachtor konnten 2011 alle Interessierte einen Einblick nehmen. „Der Feuerschutz ist ein zentrales Thema, das die Menschen in der Bergstadt seit Jahrhunderten bewegt“, sagte Hermann Krämer, erster Vorsitzender des Heimatvereins, bei der Eröffnung der Sonderausstellung, die anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Löschzuges Rüthen eingerichtet worden war. Hermann Rieck und Bernd Kellermann hatten in monatelanger Arbeit historisches Material zusammengetragen und für die Ausstellungsräume vorbereitet. „Es ist ein illustrer Querschnitt durch den organisierten Brandschutz“, so Rieck.

Zu sehen warem sogar historische Exponate aus der Zeit, als in Rüthen die Feuerwehrschläuche noch Schlangen hießen: Tatsächlich konnte der Löschzug Rüthen zwei historische Ledereimer vor dem Verfall bewahren – heute freilich vom Zahn der Zeit gehärtet. „Wer dieses Ausstellungsstück in Händen hält, mag einen Eindruck davon gewinnen, wie hilflos sich einst die Rüthener bei den Stadtbränden gefühlt haben müssen“, erinnerteLöschzugführer Franz-Josef Hüske an längst vergangene Jahrhunderte. Zu sehen waren auch zahlreiche historische Fotos – von Einsätzen bis hin zu den drei Domizilen, die bis heute die Bergstadtwehr beherbergten. Hermann Krämer würdigte den Bürgersinn des Löschzuges Rüthen, der auch nach intensivem Archivstudium belegt werden könne: „Es ist schön, mit dieser Ausstellung einen facettenreichen Einblick in den Werdegang unserer Wehr nehmen zu können.“ Beim Rundgang fiel sogleich die historische Einsatzkleidung mit den schmalen Lederhelmen ins Auge. „Das war ein Fortschritt, als nach der Gründung 1911 die Wehrmänner mit Schutzkleidung zum Brand ausrücken können“, so Bernd Kellermann. Schon von draußen zu sehen war die gewaltige Motorpumpe, eine Tragkraftspritze vom Feuerwehrausrüster Magirus, die in den 1930er-Jahren in Rüthen im Einsatz war und für Effizienz beim Löscheinsatz sorgte. Die Pumpe war bereits zum 75jährigen Jubiläum restauriert worden und gilt heute als Reminiszenz an die Anfänge der Motorisierung des Feuerwehrlöschwesens in Rüthen.

  Jubiläumschronik setzt Akzente - eine Dokumentation von Historie und Gegenwart 

     Löschzug Rüthen hat ein Stück Stadtgeschichte geschrieben

100 Jahre, 100 Seiten: Der Löschzug Rüthen präsentierte im Januar 2011, also gleich zum Auftakt der Feierlichkeiten, ihre Jubiläumschronik mit dem Titel „Jede Sekunde zählt!“ Schon beim ersten Durchblättern entdeckten die Leser die Bergstadt aus dem faszinierenden Blickwinkel der Feuerwehr. „Es ist die bewegende Geschichte von den Anfängen 1911 bis zum heutigen Tag – Ehrenamtlichkeit im Dienste des Nächsten“, sagt Löschzugführer Franz-Josef Hüske. Selbst Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ließ es sich nicht nehmen, gleich zu Beginn der Chronik die Verdienste der freiwilligen Einsatzkräfte zu würdigen: „Damit alles reibungslos läuft, stehen regelmäßig Übungen, Aus- und Weiterbildungen und Leistungsnachweise auf dem Dienstplan. Dadurch ist der Löschzug Rüthen mit seinen Feuerwehrmännern und -frauen bestens gerüstet für seine wichtigen Aufgaben.“ Einsatzschwerpunkte, aber auch Fahrzeuge und Geräte beleuchtete das 100-Seiten-Werk ebenso ausführlich wie die Zusammenarbeit mit den heimischen Unternehmen, deren Brandschutz und Sicherheit die Feuerwehr gewährleistet. Tatsächlich warf die Festschrift aber auch einen schlaglichthaften Blick zurück auf das Feuerwehrlöschwesen in der Bergstadt, als in den Protokollen des Magistrates Schläuche noch „Schlangen“ hießen. Franz-Josef Hüske: „Der Löschzug Rüthen hat ein Stück Stadtgeschichte geschrieben, weil das Prinzip der Freiwilligkeit von gestern bis heute Bestand hat.“

Über 250 Fotos stellten auf rund 100 Seiten die Entwicklung des Löschzuges Rüthen vor, wobei das letzte Vierteljahrhundert zweifellos die größten Veränderungen und Fortschritte brachte. Innerhalb der Jahreschronik wurden deshalb auch die letzten 25 Jahre detailreich aufgearbeitet. Auch die übrigen Löschgruppen im Stadtgebiet waren im Portrait dargestellt. Und natürlich wurde das Titelfoto zum Blickfang: Es zeigte den Brand des Hauses Stemmer, das am 5. September 1995 im Schatten der Nikolaus-Grundschule in hellen Flammen aufging. „Wir haben das Foto des traditionsreichen Fachwerkhauses bewusst gewählt, weil der Brand die entfesselte Feuersgewalt deutlich macht, denen die Bewohner auch in früheren Jahrhunderten ausgeliefert waren – freilich einst ohne Löschwasserversorgung und organisierte Feuerwehr“, sagt Ulrich Biene, der die redaktionelle Koordination des Projektes in Händen hielt. Rund vier Monate intensive Arbeit investierte der Löschzug Rüthen, sichtete Fotos und sammelte Material. U

Die Jubiläumschronik des Löschzuges Rüthen hatte die Erwartungen der Leser übertroffen – überraschendes Lob gab es auch vom Verband der Feuerwehren Nordrhein-Westfalen. Dr. Klaus Schneider, Ehrenvorsitzender und langjähriger Archivar, bescheinigte der Bergstadt-Wehr eine rundherum gelungene Publikation: „Layout und Bilder sind von hervorragender Qualität.“ Dr. Schneider muss es wissen, ist er doch Herr eines Archivbestandes von über 2.200 Jubiläumspublikationen. Nach seinen Worten sei vor allem die Einbindung der heimischen Industrie in Form von Einsatz- und Übungsportraits ein erfreuliches Novum. „Das liest man in sonstigen Festschriften in der Form nicht“, würdigte der oberste Archivar der Feuerwehren im Land die Jahrhundertchronik des Löschzuges Rüthen.

Weitere Anknüpfungspunkte sieht Dr. Klaus Schneider aber auch angesichts der vorgestellten Feuerpolizeiverordnung von 1842, die 1895 erneuert und 1906 durch eine „Polizeiverordnung betreffend das Feuerlöschwesen der Stadt Rüthen“ ersetzt worden war. Hieraus ergeben sich neue Ansätze für die historische Forschung innerhalb der Brandschutzhistorie des Landes. „Wir werden den Verband der Feuerwehren Nordrhein-Westfalen mit allen zugänglichen Quellen unterstützen, um der wissenschaftlichen Forschung neue Impulse geben zu können“, so Rüthens Löschzugführer Franz-Josef Hüske. Die Festschrift mit dem Titel „Jede Sekunde zählt!“ ist nach wie vor erhältlich. Fest eingebunden hält sie 100 Seiten mit weit über 250 Fotos von gestern bis heute bereit – ein lesenswertes Kompendium rund das Thema Feuerwehr in der Bergstadt.

  Der Auftakt - die Agatha-Feier 2011 

    Festakt mit Gedenken eröffnete das Jubiläumsjahr

Es war ein imposanter Auftakt des Jubiläumsjahres und ein Beweis, welche Bedeutung der Löschzug Rüthen im Leben der Bergstadt besitzt. Nicht ohne Grund hatten die Organisatoren den Festtag ihrer Schutzpatronin, der heiligen Agatha, für den offiziellen Start zum 100jährigen Bestehen ausgesucht. „Wir wollten alle Vereine an der Feier teilhaben lassen, die schon in den Anfangsjahren des Löschzuges Rüthen zur festen Tradition wurde“, sagte Löschzugführer Franz-Josef Hüske. Bereits am frühen Morgen versammelten sich die Abordnungen der Vereine sowie der Löschgruppen des Stadtgebietes am Feuerwehrhaus am Gartenweg, um von dort in die St. Johannes-Kirche einzuziehen. Gemeinsam mit Pfarrer Bernd Götze wurde der Festgottesdienst gefeiert, der von den aktiven Feuerwehrkameraden vorbereitet und mitgestaltet wurde.  Nach dem Festgottesdienst zog der Löschzug Rüthen gemeinsam mit den Gästen zum Ehrenmal auf dem Friedhof, wo ein Kranz niedergelegt wurde. Stellvertretender Stadtbrandinspektor Friedel Bitter  widmete seinen Dank jenen verstorbenen Kameraden, die zu jeder Zeit der Löschzughistorie für den freiwilligen Dienst eingestanden waren. Beim anschließenden Festakt nutzten zahlreiche Vereine die Gelegenheit zur Gratulation. Sie alle waren einer Meinung: Der Löschzug Rüthen aus dem gesellschaftlichen Leben als verlässlicher Partner nicht wegzudenken.


 

  Kindergärten und Schulen im Mittelpunkt 

    Mädchen und Jungen entdeckten die Feuerwehr mit ihren Augen

„Das ist die Feuerwehr aus Kinderaugen, genauso wie sie die Mädchen und Jungen erlebt haben“, beschrieb Löschgruppenführer Dirk Schrewe die vielen bunten Bilder. Sie waren das Ergebnis eines Malwettbewerbes in den Kindergärten St. Josef, St. Marien, Zwergenland Altenrüthen und der Arche-Kinderland, bevor sie im Frühsommer 2011 in den Geschäftsstellen der heimischen Banken zu sehen waren. Insgesamt 159 Kinder hatten sich beteiligt, so dass die Arbeiten der Drei- und Vierjährigen in der Rüthener Volksbank und die Bilder der Fünf- und Sechsjährigen in der Sparkasse am Markt ausgestellt wurden. Vorangegangen war ein Besuch des Löschzuges Rüthen zur Brandschutzerziehung in jeder Einrichtung. Dabei wurde anlässlich des 100jährigen Jubiläums zugleich auch eine Einladung zum Besuch des Feuerwehrhauses ausgesprochen. So kamen die Kindergärten ebenso wie die St. Nikolaus-Grundschule in den intensiven Themendialog. „Es waren viele Eindrücke, die die Kinder, aber auch wir Wehrleute mitgenommen haben“, bilanzierte Dirk Schrewe, der seit Jahren Brandschutzerziehung betreibt. „Es ist gut zu wissen, dass die Mädchen und Jungen ein großes Basisinteresse für die Aufgaben der Feuerwehren mitbringen.“ Die besten Arbeiten wurden von einer Jury unter Teilnahme der Ortsvorsteher von Rüthen und Altenrüthen bewertet, ehe die Preise noch vor den Sommerferien übergeben werden konnten. Die Klassen der St. Nikolaus-Grundschule hatten sich ebenfalls bei Bastelarbeiten mit der Feuerwehr auseinandergesetzt. Diese Ergebnisse waren beim „Tag der offenen Tür“ im Feuerwehrhaus zu sehen.

 

Die Jungen und Mädchen in den Kindergärten aus Rüthen und Altenrüthen hatten für das Thema Feuerwehr alles gegeben.
In Volksbank und Sparkasse waren die Werke der drei- bis sechsjährigen Kinder zu sehen.

  Leistungsnachweise 2011 in Rüthen 

    600 Einsatzkräfte legen ihre Leistungsnachweise ab

Die Bergstadt wurde im Mai 2011 zum Leistungszentrum für die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Soest. Bereits morgens starteten am Schulzentrum am Schlangenpfad Löschgruppen aus allen 14 Städten und Gemeinden zu den Leistungsnachweisen. Anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Löschzuges Rüthen hatten die aktiven Kameraden aus der Bergstadt die Ausrichtung übernommen – immerhin über 600 Einsatzkräfte waren im Verlauf des Tages mit ihren Löschfahrzeugen nach Rüthen kommen, um die gestellten Aufgaben zu bewältigen. 

Im Mittelpunkt stand natürlich ein Löschangriff, zu dem die neunköpfige Gruppe zunächst die Löschwasserversorgung aufbaute, um anschließend unter den kritischen Augen der Schiedsrichter drei C-Rohre vorzunehmen. Mit dem Treffen des letzten Zielfeuers wurde die Zeit gestoppt und Fehlerbilanz gezogen. Außerdem ging es im weiteren Verlauf um den sportlichen Teil, bei dem die Löschgruppe auf dem Sportplatz einen Hindernisparcours absolvieren musste. Um auch das Wissen um das technische Knowhow in der Theorie unter Beweis zu stellen, mussten die Einsatzkräfte Fragen beantworten. Zu guter Letzt war die Fingerfertigkeit bei Knoten und Stichen, die im Einsatz unerlässlich sind, gefragt – auch hier schauten die Schiedsrichter ganz genau hin. Am Ende des Tages waren rund 70 Löschgruppen aus dem Kreisgebiet zu Gast gewesen.

 

  Oldtimer-Ausfahrt 2011 - Anmeldungen schon jetzt möglich! 

    So viele Feuerwehrklassiker gab es in Rüthen noch nie zu sehen

  

Klassikerfreunde aus vielen Teilen der Republik waren nach Rüthen gekommen, als der Löschzug Rüthen die Bergstadt zum Treffpunkt historischer Feuerwehrklassiker machte! Freunde historischer Brandschutzfahrzeuge kamen beim Oldtimertreffen im Juli 2011 voll auf ihre Kosten. Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten zum Feuerwehrjubiläum starteten morgens über zwei Dutzend Löschfahrzeugveteranen zur Oldtimerausfahrt durch den Kreis Soest – viele davon hatten über 40 Jahre auf dem Buckel. Die Teilnehmer erwartete auf einer 90 Kilometer langen Strecke über Haar und durchs Möhnetal eine reizvolle Landschaft, ehe es am Spätnachmittag zurück in die Bergstadt ging. Zahlreiche Klassiker der Brandschutzhistorie der letzten 50 Jahre waren in der Bergstadt dabei. Neben Opel Blitz oder Mercedes Benz war auch ein Südwerke-Krupp-Oldie dabei, der einst für die Alliierten-Streitkräfte von Metz gebaut wurde. Im Mittelpunkt stand natürlich der Magirus Rundhauber, das TLF 16, das 1961 eingeweiht und inzwischen vollständig restauriert als Museumsfahrzeug in Händen des Löschzuges Rüthen erhalten wird. Die zahlreichen Fahrzeuge, darunter auch die begehrten Rund- und Eckhauber von Magirus standen am nachfolgenden Tag der offenen Tür zur Besichtigung zur Verfügung - eine wunderschöne Kulisse für den Festhöhepunkt.

 

  Talkrunde mit attraktiver Zukunftsdiskussion 

    Zukunftsdiskussion blickte auf das nächste Jahrzehnt mit vielen Herausforderungen

Geladene Gäste aus den Feuerwehren des Kreises Soest, der Nachbarwehren sowie aus Politik und Wirtschaft warfen im Rahmen einer abendlichen Podiumsdiskussion einen Blick in die Zukunft von Rüthens Feuerwehr. In der Stadthalle Rüthen startete die Talk-Runde mit Führungskräften und Vertretern aus Wirtschaft und Verbänden, die das Thema „Die Feuerwehr im Jahr 2021 – Perspektiven & Herausforderungen“ beleuchteten. WDR-Moderatorin Michaela Padberg von der Lokalzeit Südwestfalen diskutierte mit Bernhard Schulte-Drüggelte, Mitglied des Bundestages, Bezirksbrandmeister Hartmut Ziebs, Kreisbrandmeister Thomas Wienecke sowie Johannes Schulte, Geschäftsführender Gesellschafter der Meister Werke, und Werner Bastin, dem Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hellweg, über die brennenden Feuerwehrthemen Ehrenamt, demografischer Wandel, aber auch Jugendfeuerwehr und Finanzausstattung. Außerdem engagierten sich die Löschgruppen aus dem Rüthener Stadtgebiet mit fachbezogenen Präsentationen an der Veranstaltung.

  Tolle Resonanz: Tag der offenen Tür 2011 am Feuerwehrhaus 

    Wenn die Feuerwehr ruft, kommt die Bevölkerung gern

Höhepunkt im Jubiläumsjahr: Der Löschzug Rüthen feierte – und alle feierten mit! Der „Tag der offenen Tür“ stand im Juli 2011 mit seinem Programm ganz im Zeichen der Familien und Feuerwehrinteressierten.  Zum Auftakt zelebrierte Pfarrer Bernd Götze zur Eröffnung am Feuerwehrhaus am Gartenweg ein Festhochamt , in dessen Verlauf er auch den historischen Steigerturm einweihte. Diese immerhin zehn Meter hohe Eichenholzkonstruktion entstand nach historischen Plänen aus dem Stadtarchiv mit dem ehrenamtlichen Engagement der Feuerwehrkameraden.

Danach drehte sich dann alles rund um die Feuerwehr. Zahlreiche Einsatzübungen, aber natürlich auch die Vorstellung sämtlicher technischen Geräte bewiesen den Gästen, welchen technischen Fortschritt der Löschzug Rüthen in den letzten 25 Jahren vollzogen hatte. Bei einer historischen Übung am Steigerturm erklommen die Wehrmänner nach dem Beispiel der einstigen Steigerabteilungen der Freiwilligen Feuerwehr mit Hakenleitern Geschoss für Geschoss. Darauffolgend wurde ein Brandeinsatz simuliert, bevor sich auch noch die Jugendfeuerwehr vorstellte.

Während des gesamten Tages kamen alle Fahrzeuge und Geräte des Löschzuges Rüthen zur Ausstellung. Mit dabei war auch der Ortsverein des DRK. In einer Ausstellung waren historische Fotos, aber auch die Bastelarbeiten der Mädchen und Jungen der St. Nikolaus-Schule zu sehen, die zuvor gebaut worden waren. Zu guter Letzt konnte sich der Löschzug Rüthen über eine tolle Resonanz freuen - viele hundert Menschen kamen an den Gartenweg, um das Jubiläum mottogerecht mitzufeiern.

  Interkommunale Übung in der Rüthener City   

    Ja, auch das gab es 2011: Bürgermeister aus Kirchturm gerettet

Spektakulärer Höhepunkt zum 100jährigen Jubiläum des Löschzuges Rüthen: Mit der größten Einsatzübung der Geschichte wurden die Einsatzkräfte in der Rüthener Innenstadt gleich zu mehreren realistischen Gefahrenszenarien gerufen. Höhenretter aus Paderborn und dem Kreis Soest retteten Menschen mit Rettungsleinen aus dem Turm der St. Nikolaus-Kirche, vor der Hirsch-Apotheke wurde ein Tankwagenunfall simuliert, bei dem der ABC-Zug zum Einsatz kam. „Noch nie konnten die Bürger einen so eindrucksvollen Einblick in unsere Arbeit gewinnen“, bilanzierte Löschzugführer Franz-Josef Hüske, der zur Begrüßung der weit über 100 Einsatzkräfte einen Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2011 gab. Tatsächlich waren die Aktivitäten von der Agatha-Feier über die Leistungsnachweise bis hin zum Tag der offenen Tür von bestem Wetter und guter Resonanz begleitet. „Unser Dank gilt allen, die uns unterstützt haben“, so Hüske. Dass es ein erfolgreiches Jahr war, unterstrich auch Stadtbrandinspektor Klaus Adams, bevor Kreisbrandmeister Thomas Wienecke die Grußworte an die Einsatzkräfte richtete. Dann erschallte nach einem Jahrzehnt Pause erstmals wieder die Sirene in der Bergstadt – die Großübung begann!

 Das Einsatzszenario im Herzen der Rüthener City besaß über die Demonstration hinaus auch einen ernsten Hintergrund, denn als Stabsrahmenübung kam der Führungsstab des Kreises Soest im Rathaus zusammen und wurde vom Einsatzleitwagen (ELW 2) unterstützt. Von dort aus wurde ein fiktiver Großbrand bei Meister Leisten koordiniert. „Genau das macht die Authentizität der Großübung aus, deren Realitätsnähe für jeden sichtbar war“, so Franz-Josef Hüske. Entsprechend der Bedeutung kamen Einsatzkräfte aus den Stadtgebieten Rüthen, Warstein, Anröchte, aber auch Erwitte, Werl und Paderborn zum Einsatz – darunter Dutzende hochqualifizierter Feuerwehrspezialisten. Besonders atemberaubend war die Menschenrettung am Turm der St. Nikolaus-Kirche, bei der sich Bürgermeister Peter Weiken retten ließ. Beeindruckt von der Leistung zeigte er seinen Respekt vor dem Engagement der Einsatzkräfte: „Wir können froh sein, dass wir eine so gute Feuerwehr haben.“

Speziell ausgebildete Höhenretter aus den Kreisen Soest und Paderborn zeigten gleich mehrfach ihre Professionalität im Umgang mit Gefahrenlagen in nur schwer erreichbaren Höhen. So wurden vom Kirchturm Menschen per Rettungsleinen auf den sicheren Boden gebracht, genauso wie es im Ernstfall passieren würde. Wenig später kam dann auf dem Marktplatz hydraulisches Rettungsgerät bei einem gestellten Verkehrsunfall zum Einsatz. Gleich mehrfach übernahmen unterschiedliche Löschgruppen die Bergung von Verkehrsunfallopfern aus den Unfallfahrzeugen. Unterdessen wurde im Kreuzungsbereich vor der Hirsch-Apotheke mit Hilfe eines Übungsfahrzeuges ein Tankunfall simuliert, bei dem brennbare Flüssigkeiten ausgetreten waren und Menschen aus dem Gefahrenbereich gerettet werden mussten. Die Rüthener ABC-Gruppe forderte dazu Unterstützung des ABC-Zuges aus Warstein/Belecke und Anröchte an. Die Mittlere Straße wurde bis zur Einfahrt Stadthalle zum Einsatzort für Fahrzeuge und Geräte. Dort wurde auch der Dekontaminationsplatz eingerichtet. Nie zuvor konnte in Rüthen ein authentisches Einsatzszenario so hautnah erlebt werden – Zuschauer waren ausdrücklich willkommen und wurden per Lautsprecher über den Fortgang des Einsatzgeschehens informiert. „So erhielt jeder einen Einblick, wie aufwendig sich heute ein Einsatz darstellt und mit welcher Spezialisierungsqualifikation die Feuerwehren ans Werk gehen“, sagte Löschzugführer Franz-Josef Hüske.

 

      

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